Der HSV gewinnt mit 25:23 in Stralsund und entführt zwei Punkte aus der Ostseestadt. Nach einer schwächeren ersten Halbzeit und einem verdienten vier Tore Rückstand, gelang in der zweiten Halbzeit die Wende und ein wichtiger Auswärtssieg. Nach zuletzt 1:7 Punkten aus den letzten vier Spielen, sah es auch in diesem Spiel lange nicht nach einem Sieg aus. Der HSV fand gut ins Spiel und führte nach 10 Minuten mit 5:4. Dann aber kam es zum Bruch im Spiel der Niedersachen. Zahlreiche Fehlwürfe, technische Fehler und ein viel zu harmloses Angriffspiel sollten die Stralsunder bis zur Pause mit 13:9 führen lassen. Insbesondere im Angriff tat sich der HSV schwer. Es fehlte an Angriffsbreite, Tiefe und Mut um die gut gestaffelte Abwehr der Gastgeber ernsthaft zu gefährden.
Als der erste Angriff nach der Halbzeit mit einem Tor für die Stralsunder endete, lief man zum ersten Mal sogar einem fünf Tore Rückstand hinterher. Das Trainerteam Lux/Thienel stellte aber zu diesem Zeitpunkt Bastian Riedel als Vorgezogenen vor die Abwehr und diese Maßnahme sollte Wirkung zeigen. Das Angriffsspiel der Gastgeber kam merklich ins stocken und der HSV konnte diesen Rückstand mit einem 7:0 Lauf in einen zwei Tore Vorsprung (16:14, 41. Minute) verwandeln. Anschließend entwickelte sich das Spiel in den nächsten 10 Minuten ausgeglichen. Erst in der 54. Minute konnten die Stralsunder wieder in Führung gehen und erzielten mit 23:21 fünf Minuten vor dem Ende sogar wieder einen zwei Tore Vorsprung.
Jetzt sah hier alles nach einem Sieg des Heimteams aus, zumal die Schiedsrichter diverse Aktion zweifelhaft gegen die Niedersachsen entschieden. Als dann auch noch Trainer Lux nach einem berechtigten Einwand, Christian Redeker war als Kreisläufer klar am freien Torwurf gehindert worden, eine zwei Minuten erhielt und auch die beiden Außenspieler Felix Richter und Lukas Kraeft von den Schiedsrichtern nach harmlosen Fouls aus dem Spiel genommen wurden, rechneten die mitgereisten Fans mit einer Niederlage. Doch gerade in Unterzahl zeigte sich der HSV diesmal stark. Die erste Unterzahl in Halbzeit eins gewann man mit 2:0 und auch in der zweiten Halbzeit verlor man keine Unterzahl, sondern konnte sich jeweils um ein Tor absetzen. Als Götz Heuer dann in der 57. Minute erst einen 7-Meter und anschließend einen freien Wurf vom Rechtsaußen parieren konnte, wendete sich das Blatt erneut.
Am Ende fanden die Stralsunder kein Mittel mehr gegen die gut postierte Abwehr mit einem speziell in der zweiten Hälfte gut aufgelegten Torwart Götz Heuer und der HSV konnte, für seine geduldige Spielweise belohnt, den ersten Auswärtssieg in der Rückrunde einfahren.
Nachdem man in der Hinserie mit 0:6 Punkten und dem letzten Tabellenplatz gestartet war, sieht das Ergebnis nach drei Spielen in der Rückserie nun deutlich besser aus. 3:3 Punkte und Tabellenplatz 5 sind der erfreulich Resultat. Außerdem hat man gegen zwei der Top 3 schon gespielt. Jetzt gilt es die Konzentration aufrecht zu erhalten und den positiven Trend weiter zu transportieren.
Für den HSV erkämpften den Sieg: TW Heuer, TW Rackemann (bei zwei 7-Metern), Riedel 9, Kraeft 6/5, Redeker 2, Richter 2, Czok 1, Benckendorf 1, John 1, Schepker 1, Bosy 1, Muscheiko 1, Klages, Ossenkopp
Foto: Tief eingeschneit auf der A20 um 0:45 Uhr. Die erste Schneeballschlacht des Jahres. Um 5 Uhr erreichte das Team dann endlich die heimische Halle am Eisteichweg.


Für die exzellente Jugendarbeit erhielt der HSV Hannover und der TSV Anderten das Jugendzertifikat der Handball Bundesliga GmbH.






